Compumate Heimcomputererweiterung für Atari 2600

Letztes Wochenende habe ich bei Ebay einen Compumate (deutsche Auflage von Quelle) ersteigert. Ich habe das Gerät erstaunlich günstig bekommen, für nur wenig mehr als 23€, und es gilt als eher seltenes Sammlerstück.

Machen kann man damit nicht gerade viel, es spendiert dem 2600 eine schwabbelige Gummitastatur, einen BASIC Interpreter, ein Musikprogramm und ein Grafikprogramm, mit dem Klötzchenwise auf dem TV malen kann.

Da der Compumate weder viel RAM spendiert (1,7K frei), noch eine gute Auflösung hat, 12×10 Text mit interlacing, kann man damit natürlich praktisch nicht viel machen. Die Anleitung spricht in großen Tönen von einem vollwertigen Heimcomputer, auf dem man BASIC lernen kann.

Praktischer Einsatz ist davon nicht geplant (auch wenn mir das so mancher wohl unterstellen würde), sondern ich habe es nur als Sammlerstück ersteigert. Komplett mit Anleitung und funktionsfähig. Nur die Kabel zum Anschluß an einen Kassettenrekorder (Programme laden und speichern) fehlen.

Hier ein paar Bilder:

Compumate am 2600jr
Compumate am 2600jr
Originalkarton Compumate (Vorderseite)
Originalkarton Compumate (Vorderseite)
Originalkarton vom Compumate (Rückseite)
Originalkarton vom Compumate (Rückseite)

“Max Payne” – kurze Filmkritik

Gestern am frühen Abend war ich mal wieder im Kino. Ich habe mir “Max Payne” angesehen, denn ich war neugierig darauf. Schließlich habe ich das gleichnamige Computerspiel gespielt (den ersten Teil).

Erstmal die guten Punkte:

  • Von der Optik ist Mark Wahlberg ein guter Darsteller für Max.
  • Jack Lupino ist auch ziemlich gut getroffen, ebenso die Szene im Club Ragnarok.
  • Die Szene in Roscoe Street ist schon beinahe 1:1, wenn denn die bösen Junkies auch solche wären.
  • Die Flashback-Szenen am Tatort des Familienmordes sind sehr gut gelungen.
  • Der Kampf gegen B.B. in der Garage ist gut getroffen.

Aber leider gibt es auch einige Kritikpunkte:

  • Bullet time – im Spiel nötig, um die zum Teil mörderischen Kämpfe zu überstehen. Im Film wirkt es einfach nur lächerlich und bei Matrix geklaut.
  • Das V-Symbol mit der Spritze für die Droge Valkyr, im Spiel prominent an vielen Stellen zu sehen, fehlt.
  • Die Erläuterung mit Mord an der Familie von Max kommt viel zu spät. Das erste Drittel vom Film weiß der nicht eingeweihte Zuschauer nur ansatzweise, worum es geht.
  • Die psychedelische Wirkung von Valkyr, der Droge, wurde irgendwie verfälscht. Dazu sind die komischen Engelsmonster einfach nur lächerlich.
  • Max nahm die Droge ursprünglich nur unter Zwang, niemals freiwillig wie im Film.
  • Die böse Hexe, Boss von Aesir Corporation, Nicole Horn, kommt am Ende ungeschoren davon. Warum?!?
  • Der Hintergrund des Regierungslabors unterhalb von “Cold Steel” fehlt völlig, ebenso wie Alfred Wooden, der einäugige Regierungsbeamte.
  • Es fehlen viel atmosphärische Charaktere, z.B. Vinni Gognitti, Don Punchinello, der eigentlich mit der Schwester von Mona Sax verheiratet ist. uchf ehlt der SUbplot mit dem Boss der Russenmafia und der Waffenlieferung für Punchinello, die Max abfängt. “There is this man, Boris Dime. Used to pull jobs for me…”
  • Viele sehr schöne und atmosphärische Locations, die die Mafiagang von Punchinello so schön darstellen fehlen. Z.B. das Hotel von Jack Lupino mit dem Puff, das Büro von Gognitti und das Lagerhaus, in dem Max im Keller eingesperrt wird.
  • Die Szene mit dem Banküberfall von Junkies fehlt ebenso, obwohl sie sehr gut unterstreicht, wie abhängig die Junkies von Valkyr sind.

Summasummarum, ich war enttäuscht. Die Action ist recht ordentlich und wer hirnfreie Action ala Matrix mag, kann sich durchaus dabei amüsieren. Wer aber die gute Story vom Spiel kennt, der wird einiges vermissen. Völlig ums Geld geprellt fühl ich mich nicht, aber es hätte besser sein können.

Vielleicht sollte ich nicht wieder eine 1:1 Umsetzung erwarten?

Kirschkuchen “Matthias”

Ein Klassiker, den ich seit 15 Jahren gerne backe und der gerade in meinem Abijahrgang erstaunlich gut ankam. Weil ich gerade über das Rezept auf meiner Platte gestolpert bin, da will ich es euch natürlich nicht vorenthalten:

Kirschkuchen „Matthias“

Kirschkuchen vom Blech mit Schokolade und Nüssen

Zutaten:

  • 150g Butter oder Margarine
  • 250g Zucker
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Rum
  • 300g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 150g gemahlene Nüsse
  • 100g gehackte Schokolade (Zartbitter)
  • 1 Glas Kirschen

Zubereitung:

Butter, Zucker und Eier mit einer Prise Salz schaumig rühren.

Das mit dem Backpulver vermischte Mehl nach und nach unterheben, ggfs. eine kleine Tasse Milch hinzufügen.

Zuletzt Rum, Nüsse und Schokolade unterheben.

Glatt auf ein mit Backpapier ausgelegtes, gefettetes Blech streichen und die Kirschen darauf verteilen.

Bei 175° (vorgeheizt) ca. 35 Minuten backen. (Deckschicht nicht zu dunkelbraun werden lassen)

:-)

Bowling mit dem ALTEN Team

Heute abend war ich zusammen mit meinen Kollegen von ALTEN beim Bowling. Deklariert wurde es als “teambildenden Massnahme” und sogar von der Firma bezahlt. Also Spaß gehabt, ohne zahlen zu müssen. So gefällts :D

Gewonnen habe ich natürlich nicht, ich war Vorletzter, knapp vor Sebastien. Dafür, daß ich seit der Klassenfahrt nach Trier im Herbst 1995 nicht mehr beim Bowling war, habe ich auch was getroffen. Einmal sogar ein Volltreffer beim ersten Wurf, aber das war ein Glückstreffer. Aber Bowling macht Laune,  das sollte ich öfters machen. :-)

Logitech Quickcam E3500 mit fswebcam unter Linux

Da die meisten üblichen Verdächtigen unter den Webcamtools leider nicht funktioniert haben, habe ich ein wenig bei Freshmeat gegraben und fand schließlich fswebcam.

Dieses Programm funktioniert ausgezeichnet mit dem UVC Treiber und meiner Logitech Quickcam E3500.

Auf der Kommandozeile kann man im einfachsten Fall so ein Bild vond er angeschlossenen (und hoffentlich betriebsbereiten)  Cam machen:

fswebcam -d v4l2:/dev/video1 --resolution 640x480 --jpeg 90 --save "`date`.jpg"

Angenehmer geht es, wenn man sich ein simples Konfigurationsfile erstellt. Dann reicht der Aufruf von fswebcam mit der Option für ein Konfigurationsfile und dem entsprechenden File. Hier ein Beispiel:

#
# Webcam grabbing configuration for fswebcam
# Camera: Logitech QuickCam E3500
#
# (c) 2008 by Matthias Arndt <marndt@final-memory.org>
# http://final-memory.org/
#
# Use at your own risk!
#
device v4l2:/dev/video1
resolution 640x480
quiet
no-title
# adjust path + filename of suitable TrueType Font
font /usr/local/share/fonts/arial.ttf:16
# define JPG quality
jpeg 90
# filename for saving the captured image
save /home/marndt/WWW/webcam.jpg

Abschließend einfach mal ein Beispielschnappschuss :-)

(jaja, es ist etwas finster bei mir in der Bude)

Logitech QuickCam E3500 unter Ubuntu Linux LTS 6.06

Heute habe ich mir relativ spontan eine neue Webcam zugelegt. Ich griff zu einem Modell, welches die sogenannte “Universal Video Class” unterstützt. Die Logitech QuickCam E3500 war die einzige Kamera, beim lokalen Media Markt, die ausdrücklich UVC-kompatibel unter den technischen Daten auflistete. Also gleich gekauft, unter Windows natürlich alles kein Problem.

Unter Linux musste ich erst ein wenig rumbasteln, aber schließlich habe ich es hinbekommen. Neuere Distributionen und Kernel haben ggfs. den Treiber für UVC kompatibele Webcams im Lieferumfang, bei meiner schönen Ubuntu LTS 6.06 leider nicht.

Im internationalen Ubuntuwiki wurde ich dann im Artikel zu UVC fündig. Hier möchte ich das Vorgehen dabei kurz vorstellen. Im Prinzip muss man das passenden Kernelmodul compilieren und dann einbinden:

  1. Kernelheader installieren:
    sudo apt-get install linux-headers-`uname -r`
  2. in einem temporären Verzeichnis den aktuellen UVC Treiber installieren:
    svn checkout svn://svn.berlios.de/linux-uvc/linux-uvc/trunk
  3. in das trunk Verzeichnis wechseln
  4. im Makefile die Variable INSTALL_MOD_DIR anpassen:
    INSTALL_MOD_DIR := ubuntu/media/usbvideo
  5. Den Treiber übersetzen (make eingeben)
  6. Den Treiber dem Kernel bekannt machen:
    sudo make install; sudo depmod -a
  7. Die Kamera anschließen und den Treiber laden:
    sudo modprobe uvcvideo
  8. Wenn alles geklappt hat, sollte man jetzt unter /dev/ ein neues video* Device sehen
  9. Testweise luvcview installieren und ausprobieren – bei mir hat es geklappt!

Schließlich hat es auch funktioniert, mit Ekiga bekomme ich ein Bild, mit Camstream leider nicht, aber es ist bekannt, dass der Linuxtreiber für UVC kompatibele Webcams noch beta ist. Mehr dazu unter http://linux-uvc.berlios.de/, dort steht auch eine Liste kompatibeler Kameras. Und siehe da, meine Logitech ist auch noch aufgeführt.

Wenn es dann jetzt noch eine funktionieres Skype mit Videosupport für 64bit Linux gäbe, dann wärs super. Aber immerehin ein Anfang und ich kann endlich vernünftig camen, da meine gute alte ALDI-Cam mit OV511 Chipsatz massive CCD-Fehler hatte.