Archive for the ‘Elektronik’ Category.

ATtiny85 per Drahtverhau ausgelesen

Ich habe heute mal endlich ein wenig in meiner Bastelkiste gewühlt. Bis heute war ich mir nicht sicher, ob man AVRs wirklich mit wenig Aufwand direkt im Steckbrett programmieren kann. Ich habe es einfach mal selbst ausprobiert und einen ATtiny85 mit ganzen 8 Pins mehr oder minder direkt mit meinem mySmartUSB light Programmiergerät verbunden.

Ich habe den 6 auf 10Pin Adapter missbraucht, um einfach Steckbrücken mit Buchsen auf die Pins zu stecken. Dabei habe ich mich an ein Schemabild aus dem Netz gehalten und dabei eine möglichst ähnliche Farbcodierung verwendet. Auf meinem Steckbrett musste ich dann nur die Buchsen auf Pins abbilden und gemäß Datenblatt die Pins am Microcontroller mit den jeweiligen Signalen verbinden.

Danach habe ich einfach mal per avrdude Inhalte gelesen und geschrieben. Flash und Fuses funktionierten prächtig, beim EEPROM hatte ich mein Problem. Eventuell kommt mir da die EESAVE Fuse ins Gehege. Ich plane am langen Wochenende (morgen habe ich Urlaub) ein Testprogramm für den ATtiny85 zu schreiben, bei dem ich mal im EEPROM per Programm schreibe und lese.

Insgesamt, ja, es funktioniert. Ich konnte den Chip im Steckbrett ohne spezielle Hardware auslesen und programmieren.

ATtiny85 mit fliegender Verdrahtung im Steckbrett

ATtiny85 mit fliegender Verdrahtung im Steckbrett

Arduino Sketch zum Auslesen des EEPROM Inhaltes

Um mein mySmartUSB light Programmiergerät zu verifizieren, habe ich folgenden Arduino Sketch ausprobiert. Der Arduino zeigt damit seinen EEPROM Inhalt in HEX Notation in der seriellen Konsole an.

/* Display EEPROM contents from Arduino UNO
 * (c) 2014 by Matthias Arndt
 */
#include <EEPROM.h>

void setup()
{
  uint16_t addr = 0;
  uint8_t c;
  uint8_t nl = 0;

  Serial.begin(9600);
  Serial.print("Arduino EEPROM contents:\n\n");

  while(addr < 1024)
  {
    c = (EEPROM.read(addr) & 0xFF);

    addr++;

    Serial.print(c, HEX);
    Serial.print(' ');

    if(nl < 31)
    {
      nl++;
    }
    else
    {
      Serial.print('\n');
      nl = 0;
    }

  }

}

void loop()
{
  for(;;);
}

mySmartUSB light – Programmiergerät für AVRs im USB Stick Format

mySmartUSB light - Programmiergerät für AVRs

mySmartUSB light - Programmiergerät für AVRs

Irgendwann im letzten Jahr stolperte ich beim Recherchieren über das mySmartUSB light Programmiergerät für AVRs. Laut der Dokumentation und Beschreibung sollte es problemlos auch unter Linux funktionieren.

Bei einem moderaten Preis um 20€ habe ich es mir dann als Ergänzung zu meinem ähnlich preiswerten Pollin Evaluationboard gekauft.

Das Gerät kommt als kleiner USB Stick daher, hat einen Anschluss für das 6polige ISP Kabel und kann kleinere Systeme auch problemlos über USB mit Saft versorgen.

Ausprobiert habe ich den Stick kurzerhand mit meinem Arduinoboard, allerdings nur lesend. Der Arduino bringt den 6poligen Sockel direkt mit, so daß das Programmiergerät direkt passt. Unter Linux wurde mir direkt ein neuer USB COM Port angezeigt und verfügbar gemacht.

Anschließend habe ich AVR8 Burn-O-Mat benutzt, avrdude auf STK500v2 Protokoll und die USB Schnittstelle eingestellt, und es hat auf Anhieb funktioniert, ich konnte den Flashinhalt des Arduinos direkt auslesen. Im Binärvergleich mit dem Arduinoprotokoll und dem Arduino direkt stimmt das FLASH überein, beim Auslesen des EEPROMs gab es Diskrepanzen, das neue Gerät zeigt ein leeres Eeprom, während mit dem Arduinoprotokoll Inhalte übertragen werden. Auch die Fuses konnte ich nur mit dem neuen Gerät und STK500V2 Protokoll korrekt auslesen. Da muss ich in jedem Fall mal mit einem leeren ATmega16 oder dgl experimentieren, vllt. hat das arduino Bootloaderprotokoll Besonderheiten oder meine avrdude Version ist zu alt.

Unter Windows muss man wohl erst einen USB Treiber installieren, aber ich gehe davon aus, daß das Gerät dort genauso und ohne Macken funktioniert.

Für 10polige Sockel gibt es wohl ein offizielles Adapterkabel, bzw ein Wechsler, der von 10 auf 6 und 6 auf 10 Pole umschaltet. Beide Formate sind in jedem Fall von Atmel standardisiert.

In jedem Fall für Embedded Entwickler, die AVRs per ISP programmieren, ein nützliches und preiswertes Gadget für den kleinen Erste Hilfe Koffer.

Mehr zum Gerät, u.a. Downloads unter http://shop.myavr.de/Topseller/mySmartUSB%20light.htm?sp=article.sp.php&artID=200006

Mein erstes Smartphone

Huawei Ascend Y201 Pro

Huawei Ascend Y201 Pro

Vor knapp anderthalb Wochen habe ich mir mein erstes Smartphone mit Android gekauft. Ich wollte kein teures Gerät haben, aber eine möglichst aktuelle Androidversion und gute Akkulaufzeit sollte das Gerät mitbringen. Ich bin bekanntlich ein Wenigtelefonierer und benutze mein Telefon auch nicht als Videoplayer oder Spielkonsole.

Gekauft habe ich mir über Amazon ein Huawei Ascend Y201 Pro für knapp 116€. Insgesamt bin ich begeistert und möchte hier eine kurze Rezension dazu abgeben.

Folgende Pluspunkte sind mir bislang aufgefallen:

  • Akkulaufzeit bei mir 5-6 Tage (bei wenig Telefonieren und Betrieb OHNE UMTS)
  • Android 4
  • keine spezielle Oberfläche, einfach Android
  • Reaktionszeit und Touchscreengenauigkeit ist für Smartphoneeinsteiger wie mich sehr gut, für mein “Dicke Finger Fehler” Problem kann ich das Telefon nicht verantwortlich machen
  • Tonqualität beim Telefonieren ist für mich subjektiv gut genug (mindestens so gut wie meine diversen älteren Handys)
  • PC Verbindung als USB Massenspeicher wird unterstützt, Daten können ohne komplizierte PC-Software direkt übertragen werden, auch unter Linux
  • Aufladen über USB am PC funktioniert prächtig
  • Die Aufladezeit liegt unter 2 Stunden.
  • Sinnvolle Google Apps und Facebook sind vorinstalliert.
  • Normale Apps (keine Spiele oder Video) laufen alle ordentlich.


Es gibt natürlich auch Minuspunkte, aber mit denen kann ich persönlich gut leben:

  • Die Kamera ist ziemlich meeeeeh. Für Schnappschüsse reicht es aus, aber wer vernünftig fotographieren möchte, nimmt lieber eine echte Digitalkamera.
  • Trotz Schutzfolie schmiert das Display etwas.
  • Keine Frontkamera, aber skypen tue ich selbst eher mit dem Tablet oder am PC, daher kein echtes Problem.
  • Subjektiv spiegelt das Display in der Sonne etwas, mit fehlt aber der Vergleich und ich kann mit dem Manko leben.


Wer Video und Spiele damit machen will, ist möglicherweise falsch. Für alle anderen gebe ich eine definitive Kaufempfehlung. Wer ein Telefon sucht, welches die Vorzüge von Android und automatische Synchronisation von Kontakten und Kalender sucht, der wird mit diesem Gerät gut bedient. Fotos sollte man damit nicht primär machen wollen, bei einem Telefon versteht sich das aber eigentlich (?) von selbst.

AVR, JTAG and externel reset

Today at the office I learned a nice trick that might become handy for other AVR users.

A times a target system with AVR microcontroller exhibits an accessibility problem. The system features an ATmega644PA microcontroller unit which is debugged via JTAG interface. The board can only be flashed via JTAG if the external reset is triggered properly.

In an AVR Studio project the system can be told to enable the external reset over the wiring but access without the project over the Atmel JTAGICE MKII programmer fails. How to place the thing in reset condition so JTAG can take over?

The trick came from one of our electronics gurus who simply asked: “Can’t you short the reset and make it work?” We simply tried and yes this works. Ofcourse the flashed firmware does not boot if RESET is tied to GND but JTAG access works. The device can be flashed, fuses set and read and maybe debugging works too (we didn’t try that).

So basically if you try to access an AVR mcu with JTAG interface and no backup such as SPI, try tying the RESET line to GND. I simply made a little wire bridge shorting pins 6 (RESET) with 2 (GND) on the 10pin JTAG cable. I plug the main cable in the left socket on the programmer cable and put the bridge in the second socket whichs is probably wired in parallel. It worked well for us today!

Mikrocontroller mit ARM Core im DIL Gehäuse

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Guenstiger-ARM-Controller-im-DIP-Gehaeuse-1743319.html

Leider ist meine freie Zeit für Hobbies eh schon begrenzt und ich arbeite kaum mehr mit dem, was ich schon an 8051, AVR und R8C im Schrank liegen habe. Ansonsten würde ich mit so einem Käfer mal gerne loslegen. Natürlich ohne einen BASIC Compiler, sondern mit einem GCC.

Zum Ausgleich habe ich den Mikrocontrollerspaß ja im Job. Für mein aktuelles Softwareprojekt bekomme ich hoffentlich auch bald die AVR basierte Hardware auf den Tisch.

SDCard HxC Floppy Emulator im Atari STE

Heute mittag habe ich meinen HxC Floppy Emulator (vorläufig) fest im Atari STE eingebaut. Ich habe mehrere Probleme dabei festgestellt. Trotz verlängertem Floppykabel ist da alles wegen der Kabelknickrichtung nicht wirklich praktisch. Ausserdem ist so das Kabel zur Spannungsversorgung immer noch knapp und mit dem verlängerten Floppykabel im Weg. Der rechte Abstandshalter ist mir leider etwas abgebröselt und zu allem übel halten die Fixierungschrauben, die eigentlich von unten in die Floppy greifen, weder von oben noch von unten 100%. Die ganze Konstruktion ist wackeliger, als sie auf dem Foto aussieht. Man kann prinzipiell damit arbeiten, alles läuft, aber mechanisch ist die Konstruktion alles andere als perfekt.

SD Card HxC Floppy Emulator eingebaut im Atari STE

SD Card HxC Floppy Emulator eingebaut im Atari STE

Höchstwahrscheinlich werde ich noch eine Verlängerung für die Spannungsversorgung holen, IIRC werden nur 5V benötigt und dann den ganzen HxC Aufbau durch die Floppyöffnung samt Kabeln aus dem Gehäuse heraus führen. Das ist nicht perfekt, müsste aber ausreichen und mechanisch und elektrisch zuverlässiger sein als der aktuelle Stand.

Von den vielen Montageproblemen hat leider kaum je einer in sämtlichen Foren ein Wort erwähnt. :(

Ein DB9 Joystick auf USB Adapter

In einer Ausgabe des Load Magazin auf der Xzentrix 2012 sah ich eine Werbeanzeige für diesen Joystickadapter zum selberzusammenbauen. Damit kann man wohl 2 klassische Joysticks mit DB9 Anschluss (C64, Amiga, Atari ST, etc) per USB an der PC anschliessen und verwenden: http://retro-donald.de/sinchai-shop/index.php?main_page=product_info&cPath=1&products_id=137

Die Firmware soll noch ein paar Macken haben und unter Linux oder auf dem Mac nicht 100% tun. Mal schauen, ich notiers mir mal im Hinterkopf und schau in Zukunft nochmal nach. Prinzipiell suche ich genau so ein Teil seit langer Zeit. Ausserdem hatte ich mal überlegt, selber eines mit AVR zu basteln, habe das Projekt aus Zeitmangel aber noch nicht angefangen.

Rezension Speed-Link SL-6512 Hornet Pad USB

Im vergangenen Winter habe ich 2 dieser günstigen Gamepads bei Amazon erstanden, damit Janina ab und an mit mir zusammen spielen kann. Das Speed-Link SL-6512 Hornet Pad USB ist ein Gamepad mit USB Anschluss und hat kaum 5€ pro Stück gekostet, ist also preislich ein Schnäppchen.

Speed-Link SL-6512 Hornet Pad USB

Speed-Link SL-6512 Hornet Pad USB

Für den Preis verdient das Pad pauschal 5 Sterne, wenn das kleine ABER nicht wäre….

Entsprechend dem Preis ist die Verarbeitung des Gamepads eher einfach und wackelig. Für Gelegenheitsspieler wie Janina ist das ok, professionelle Spieler lassen lieber die Finger weg. Dauerzocken führt vermutlich zu wegbrechenden Kontakten und Plastikbruch, ähnlich wie schon vor über 20 Jahren bei Billigjoysticks.

Ein Stern Abzug für die billige Fernostverarbeitung, aber bei dem Preis….

Das Pad wird ohne Treiber beim Einstecken erkannt und kann sofort benutzt werden. Unter Windows funktioniert alles wie erwartet.

Unter Linux funktioniert das Pad ebenfalls. Allerdings wird das Steuerkreuz nicht auf die üblichen Joystickachsen 0 und 1 gemapped, daher funktioniert das Pad unter Linux nicht mit jedem Programm. Wenn die Achsen konfigurierbar sind (MAME und MESS z.B.), kann das Pad gemapped und gut benutzt werden, ansonsten muss der Programmcode (sofern möglich) angepasst werden. Daher ein (subjektiver) Stern Abzug, zumindest für Hatari habe ich den Code gepatcht, aber bei VICE habe ich das noch nicht getan. Vllt kann man das Problem mit einem Joypad->Keyboard Mapping Programm (gibt es auch für X) umgehen, was aber die Idee, einen Joystick bzw ein Pad zu nutzen umgeht.

Bleiben noch 3 Sterne, die aber bei dem günstigen Preis immer noch gut sind. Wer für ab und an unter Windows ein einfaches Gamepad sucht, kann hier ohne Bedenken zugreifen, Linuxuser lassen lieber die Finger weg!

Link zu Amazon: http://www.amazon.de/gp/product/B00097CQWO

DOs and DO NOTs for developing Embedded Systems software

Zum Thema “Was sollte man tun und was nicht, wenn man Software für Embedded Systems entwirft und usitzt?”habe ich mal einen Artikel zusammegestellt. Dieser Artikel ist natürlich subjektiv, ich bin gerne bereit zu diskutieren. Die meisten Aspekte habe ich aber derweil schon aus verschiedenen Onlinequellen bestätigt bekommen.

http://www.final-memory.org/?page_id=2113

Im Prinzip habe ich dort mal zusammengefasst, was ich alles seit der Universität gelernt habe. Teile davon praktisch im Job, viele andere aber auch fortbildungsmäßig aus dem Netz. Im Vordergrund steht vorallem, fiese Fallen von faul programmierten C zu umgehen. Viele der Regeln und Vorschläge sind auch sprachunabhängig und können natürlich auch auf andere Programmiersprachen angewendet werden.

Ich selber habe viele dieser Regeln früher zum Beispiel nicht beherzigt. Wenn ich die Sourcen zu meiner Diplomarbeit ansehe, dann habe ich viele davon eklatant verletzt. Aber irgendwo will man ja auch einen Lerneffekt erkennen.

Als weitergehende Lektüre kann ich auch das “Embedded C Coding Standard” von Michael Barr empfehlen.

Irgendwann schreibe ich vielleicht auch noch einengrößeren zusammenhängenden Artikel oder auch ein kleines Buch. Die Liste kann sicherlich noch erweitert werden.