Archive for the ‘XFCE’ Category.

Ebookkonvertierung mit Thunar

Mein Kindle unterstützt Ebooks im MOBI Format, aber leider nicht das stärker verbreitete Epubformat. Heute wollte ich ein paar EBooks mit .epub nach .mobi konvertieren und das natürlich gleich komfortabel per Mausklick erledigen.
Die Konvertierung selbst wird von Calibre und seinen Werkzeugen durchgeführt.

Für die Integration in XFCE und Thunar habe ich mir einfach eine “Benutzerdefinierte Aktion” alias Custom Action in Thunar definiert und Dateien mit Endung .epub zugeordnet. Da das Konvertierungstool Ausgaben erzeugt, wird diese in einem eigenen Terminalfenster angezeigt, welches man nach erledigter Konvertierung einfach schliessen kann. Dazu habe ich ein einfaches Shellskript geschrieben, dem man den Dateinamen samt Pfad zum *.epub übergibt. Die konvertierte Ausgabedatei bekommt automatisch die Endung .mobi zugeteilt.

Das Skript wird von der Custom Action mit Parameter %f aufgerufen und sieht so aus:


#!/bin/bash
#
# Thunar helper to convert *.epub to *.mobi with Calibre
#
# Syntax: thunar-convert-epub-to-mobi.sh
#
# (c) 2016 by Matthias Arndt
# The GNU General Public License v2 applies.
#
# extract pathname and filename without extension
basename=$(basename "${1}")
filename="${basename%.*}"
#
xfce4-terminal -T "MOBI Conversion result" -H -x ebook-convert "${1}" "${filename}.mobi"

ClamAV in Thunar einbinden

Ab und an möchte man auch unter Linux Dateien nach Viren scannen. Da ich meistens doch über graphische Oberflächen arbeite, habe ich mir ClamAV im Thunar unter XFCE eingebunden. Dies geschieht als “Custom Action” aktiv für alle Dateien.

Ich habe mich grob an die Anleitung unter http://blog.quiptime.com/node/28 gehalten. Das Skript habe ich ein bißchen erweitert und für die Verwendung von zenity umgebaut.

Das Skript sieht dann bei mir so aus:

#!/bin/bash
#!/bin/bash # # clamavscan 0.1, 05.10.2006 # # by Siegfried Neumann, www.quiptime.com # Zenity output and desktop notify by Matthias Arndt <marndt@asmsoftware.de> # # Used by Thunar with a custom action. # Custom action: clamavscan %f # TITLE="ClamAV Scan" SCANUSER=`whoami` LOGDATE=`date +"%Y-%m-%d %T"` LOGDATE_FNAME=`date +"%Y%m%d.%H%M%S"` LOGFILE="/tmp/clamavscan-$SCANUSER-$LOGDATE_FNAME.log" notify-send 'ClamAV Scan' "started" echo "ClamAV Scan Log $LOGDATE " > $LOGFILE echo "" >> $LOGFILE echo "Report location: $LOGFILE" >> $LOGFILE echo "" >> $LOGFILE echo "--------------------------------------------------------------------------" >> $LOGFILE echo "" >> $LOGFILE chmod 600 $LOGFILE clamscan -r "$1" >> $LOGFILE if [ $? -eq 0 ] then notify-send 'ClamAV Scan' "No virus found" else zenity --title "$TITLE $LOGDATE" --error --text="One or more virii found!" fi zenity --title "$TITLE $LOGDATE" --text-info --width 500 --height 400 --filename=$LOGFILE case $? in 0) echo "Finished.";; 1) xdg-open $LOGFILE;; 255) echo "Box closed.";; esac

Emblemauswahl für XFCE erweitern

erweiterte_Embleme

Da man unter XFCE keine individuellen Ordnericons vergeben kann, muss man auf die sogenannten Embleme ausweichen, eine Art Miniicon, welches zusätzlich zum vorhandenen Icon angezeigt wird.

Leider gibt es keinen einfachen Weg, selber Embleme über das GUI hinzuzufügen, aber mit folgendem Weg ist es von Hand möglich:

  1. Neue Embleme im Ordner des Iconthemas ablegen (ich empfehle .svg Dateien unter symbolic abzulegen):
    /usr/share/icons/elementary-xfce/emblems/symbolic
  2. Den Cache für das Thema per Kommandozeile auffrischen:
    sudo gtk-update-icon-cache /usr/share/icons/elementary-xfce
  3. In der Oberfläche das Iconset erst zu einem anderen Set wechseln, dann wieder zurück zum gewünschten.
  4. Danach stehen  die neuen Embleme in der Auswahl zur Verfügung und können normal verwendet, d.h. zugewiesen,  werden.

Distupgrade auf Xubuntu 14.04

Heute habe ich den Feiertagmorgen genutzt und nach langer Zeit mein veraltetes Ubuntu 10.04 mit GNOME2 durch ein aktuelles Xubuntu 14.04 ersetzt. Unity oder Gnome 3 wollte ich bewusst nicht, LXDE hat Janina in Betrieb, ist aber für meine Poweruserzwecke weniger geeignet. Also wollte ich es daraufankommen lassen und wählte Xubuntu mit Xfce.

Ich habe schon vor knapp 13 Jahren Xfce 1 ausprobiert, das war damals schlank genug und lief sogar noch halbwegs auf meinem alten P166 mit 16MB RAM. Seit damals habe ich Xfce immer beobachtet und heute ist es durchaus an einem benutzbaren Punkt angekommen. Es bootet zügig, der Dateimanager ist schlank, kann aber dank gvfs auch alle wichtigen Netzwerkprotokolle, und vorallem: der Desktop kann von Icons befreit werden.

Xubuntu 14.04 (Startmenü aufgezoomt)

Seit längerer Zeit nervt mich ein mit Icons zugemüllter Desktop nur noch, das klassische Startmenü war mir immer etwas zu fitzelig. Ich wollte eine schöne Auswahl im Vollbild haben, mit fester Sortierung. Ca 3 Jahre habe ich den netbooklauncher verwendet und war damit sehr zufrieden. Bei Xfce lernte ich heute morgen, daß man das Startmenü schön groß aufziehen kann, es hat sogar eine Suchfunktion. Im Screenshot habe ich es mal abgelichtet, wenn man alle Fenster schließt, dann ist mein Desktop leer, man kann Xfce komplett verbieten, Icons auf dem Desktop darzustellen. Laufwerke browse ich eh im Dateimanager (jaja, Ich bin Atarianer, aber heutzutage beschränkt es sich nicht mehr auf 2 Diskettenlaufwerke und eine Ramdisk, ein Icon für jede Partition wird irgendwann tierisch unübersichtlich.).

Ein Wermutstropfen bleibt allerdings, Xfce unterstützt keine Iconvergabe für Ordner. Dieses Feature fand ich schon bei KDE3 und Gnome2 äußerst praktisch, da man sich so schneller zurechtfindet. Ich werde in Zukunft wohl das Emblemfeature stärker nutzen, vorallem mir selber noch ein paar Embleme im SVG Format basteln.

Was ich aktuell noch nicht draufhabe, sind diverse Emulatoren und Tools, die mir so fehlen, aber das kann ich mir nach und nach Bedarf installieren. Die Grundausstattung mit Datenbackup, Chromebrowser, Thunderbird, Skype, Pidgin und TrueCrypt habe ich installiert, und alles rennt.

Alles in allem: dieses Upgrade war überfällig und ich bin für meinen Teil frph, diesen Schritt getan zu haben. Aber für Linux hat es auch etwas gutes, ich habe jetzt knapp 4 Jahre eine stabile Langzeitversion von Ubuntu verwendet, ohne echte Reinstallation. Wieviele Versionen von Windows hatten in der Vergangenheit eine solche Stabilität? Erst XP und Windows 7 kommen dort hin. Seit 1998 hat sich viel getan!